News

Deutschlandstipendium: Über 6.000 Förderungen in 15 Jahren an der LMU

22.07.2026

Zum 15-jährigen Jubiläum des Deutschlandstipendiums an der LMU erhielten 346 Studierende ihre Förderurkunden im Deutschen Museum.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit ihren Fördernden

© Eugen Gebhardt

Seit 15 Jahren bringt das Deutschlandstipendium an der LMU Förderinnen und Förderer mit talentierten und engagierten Studierenden zusammen. Zum Jubiläum erhielten 346 Studierende ihre Förderurkunden im Deutschen Museum. Bei ihrer ersten Deutschlandstipendien-Verleihung als LMU-Vizepräsidentin würdigte Professor Francesca Biagini das Programm als weit mehr als finanzielle Unterstützung.

Das Jubiläum zeigt laut Biagini eindrucksvoll, wie erfolgreich sich das Programm entwickelt hat: Aus anfangs 73 Deutschlandstipendien seien in den vergangenen 15 Jahren mehr als 6.000 Förderungen geworden. Viele der einst Geförderten gäben heute selbst anderen eine Chance. Genau darin sieht sie eine der besonderen Stärken des Programms.

Das Deutschlandstipendienprogramm liegt Biagini besonders am Herzen, weil sie während ihres Studiums selber ein Stipendium erhielt. Dieses habe ihr ermöglicht, sich ganz auf ihr Studium zu konzentrieren. „Diese Erfahrung hat mich nicht nur fachlich geprägt, sondern mir auch gezeigt, wie wertvoll Förderung ist“, erzählte die Vizepräsidentin. Auch später im Leben seien ihr immer wieder Menschen begegnet, die sie unterstützt hätten. Deshalb gehe es für sie beim Deutschlandstipendium um weit mehr als finanzielle Hilfe.

Vizepräsidentin Francesca Biagini bei der Begrüßung der Gäste

Vizepräsidentin Francesca Biagini bei der Begrüßung der Gäste.

© Sabine Jakobs

An die Stipendiatinnen und Stipendiaten richtete sie einen besonderen Appell: „Nutzen Sie die Chance, mit Ihren Förderinnen und Förderern ins Gespräch zu kommen.“ Denn hinter jeder Förderung stehe ein Mensch, der an das Potenzial junger Menschen glaube. Gleichzeitig warb sie dafür, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer für das Deutschlandstipendium zu gewinnen. „Jede Förderung ist eine Investition in Talente und in die Zukunft.“

Den Festvortrag hielt Professor Harald Lesch vom Institut für Astronomie und Astrophysik der LMU. Er spannte den Bogen von der Suche nach bewohnbaren Planeten bis zur Verantwortung für die Erde. Das Deutschlandstipendium bezeichnet er als „großen Ermöglicher“: Es schaffe Freiräume für junge Menschen, die mit Neugier, Verantwortung und ihren Ideen die Zukunft mitgestalten wollen. Anschließend folgte der Höhepunkt des Abends: die feierliche Übergabe der Förderurkunden.

Wie Förderung weiterwirkt, zeigte Anna Sophia Ressler. Vor acht Jahren war sie selbst Deutschlandstipendiatin. Aus einer Begegnung während ihrer Förderzeit entstand später die Idee für einen gemeinnützigen Verein, der heute Studierende an der LMU und anderen Hochschulen nach dem Verlust naher Angehöriger unterstützt.

Heute engagiert sie sich selbst als Förderin. „Das zeigt für mich die Kraft von Förderung: Sie wirkt weiter.“ Den neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten gab sie einen Rat mit auf den Weg: „Nutzt die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen – manche Begegnungen könnten Euer Leben verändern.“

Das Deutschlandstipendium an der LMU unterstützt talentierte und engagierte Studierende mit 300 Euro pro Monat. Die Förderung wird jeweils zur Hälfte vom Bund und von privaten Fördernden finanziert. Dabei zählen nicht nur gute Noten, sondern auch Talent, gesellschaftliches Engagement, besondere persönliche Umstände und individuelle Bildungsbiografien. Das Stipendium fördert den Austausch zwischen Stipendiatinnen und Stipendiaten und ihren Fördernden. Weitere Informationen: https://www.lmu.de/de/workspace-fuer-studierende/support-angebote/studienfinanzierung/stipendien/deutschlandstipendium/index.html

Wonach suchen Sie?